Stadt Süßen

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Ortsentwicklung

Entlastung der Innenstadt

Beitrag des BR zum Thema Lärmaktionsplan


Der Ausbau der B10 bis Gingen und der Neubau der Ortsumfahrung (B466neu) werden die Innenstadt Süßens künftig spürbar entlasten! Dies eröffnet aber auch Spielräume, die Stadt neu zu gestalten bzw. weiterzuentwickeln. In einem sogenannten Ortsentwicklungskonzept sollen Ideen und Möglichkeiten erfasst, strukturiert, geplant und entwickelt werden. Im Kern betrifft das geplante Ortsentwicklungskonzept die Umgestaltung der öffentlichen Räume entlang der Ortsdurchfahrten der B 10 / B 466 (Heidenheimer Straße) sowie der Weiterentwicklung des Ortskerns. Aufgrund sehr guter Erfahrungen in der Vergangenheit hat der Gemeinderat in der öffentlichen Sitzung am 23.11.2015 beschlossen, eine Planungsgruppe aus verschiedenen Büros zu beauftragen. Außerdem wird die Vorgehensweise des Ortsentwicklungskonzepts in zwei Phasen ablaufen. INTENSIVE BÜRGERBETEILIGUNG
Ein wichtiger Bestandteil Ortsentwicklungsplanungen ist eine intensive Bürgerbeteiligung in Form eines „Runden Tisches“. Dieses sogenannte kooperative Planungsverfahren bildet die erste Phase des Vorgehens und soll dabei zunächst auf der strukturellen Ebene Ideen und Leitvorstellungen für die weitere Ortsentwicklung erarbeiten. In einer zweiten Phase soll darauf aufbauend im Rahmen einer Mehrfachbauftragung die Gestaltung der Ortsdurchfahrten, wichtiger angrenzender öffentlicher Räume und städtebaulicher Entwicklungsbereiche im Fokus stehen.Das Gesamtverfahren soll in beiden Phasen mit drei teilnehmenden Büros abgewickelt werden, zudem soll ein Runder Tisch aus Vertretern und Vertreterinnen des Gemeinderates und der Öffentlichkeit das Gesamtverfahren aktiv begleiten. In seiner Sitzung am 18.01.2016 hat der Gemeinderat nun die Auswahl der drei teilnehmenden Büros für die Erarbeitung des Strukturkonzepts beschlossen. Es sollen das Büro Baldauf Architekten und Stadtplaner GmbH, das Büro FPZ Zeese und das Büro Hähnig/Gemmeke gemeinsam mit den Vertretern des Gemeinderats und der Öffentlichkeit das Strukturkonzept erarbeiten. ABLAUFPLAN Zunächst fand ein Auftakttermin mit Briefing und gemeinsamem Rundgang der beteiligten Büros statt.
Diese Büros arbeiteten dann ein Strukturkonzept zur Entwicklung des Kernortes im Maßstab 1:5.000 mit skizzenhafter Darstellung der thematischen Aspekte aus.
 
   -Übergreifende strukturelle Leitidee der Kernortsentwicklung
   -Empfehlung zur grundlegenden zukünftigen Erschließungsstruktur
   -Aussagen zur innerstädtischen Freiraumstruktur
   -Definition wichtiger zukünftiger „Öffentlicher Räume“
   -Definition zukünftiger städtebaulicher Entwicklungsbereiche
 
Aus den entstandenen skizzenhaften Darstellungen wurden dann die städtebaulichen und freiraumplanerischen Fokusbereiche im Kontext der heutigen Achsen der B 10 und B 466 bzw. im Hinblick auf weitere wichtige Orte der Kernortsentwicklung herausgefiltert und charakterisiert.
 RUNDER TISCH Der Runde Tisch bildet eine möglichst ausgewogene Besetzung aller gesellschaftlichen Interessensgruppen und einen möglichst repräsentativen demografischen Querschnitt ab. Neben Bürgermeister Kersting und Mitgliedern der Verwaltung sowie Vertretern der Gemeinderatsfraktionen nahmen auch Vertreter von Jugendbeirat, Stadtseniorenrat, Elternbeirat Kindergarten, Handels- und Gewerbeverein, Beirat Süßener Vereine, Lokale Agenda, Kreisverein Leben mit Behinderungen Göppingen, Naturschutzverbände, Kirchen und Bürgerbusverein am Runden Tisch teil. Um auch die Bürgerinnen und Bürger von Süßen verstärkt am Runden Tisch zu beteiligen war vorgesehen Bürger aus verschiedenen Altersgruppen per Zufallsprinzip aus dem Einwohnermelderegister anzuschreiben, eine Rückmeldung zur Teilnahme abzufragen und aus den Rückmeldungen per Los 6 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu bestimmen, die dann am Runden Tisch mitwirken. Mit der Summe von insgesamt 26 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist einerseits ein guter Teilnehmerquerschnitt gegeben, zum anderen existiert für die notwendige inhaltliche Diskussion in den Runden Tischen eine in der Moderation noch handhabbare Gruppengröße. MEHRFACHBEAUFTRAGUNG HEIDENHEIMER STRAßE Im Anschluss an die vom Runden Tisch ausgearbeitete Auslobung der Mehrfachbeauftragung Heidenheimer Straße wurde diese durch den Gemeinderat der Stadt Süßen beschlossen und freigegeben. Am 19.07.2017 fand unter Teilnahme des Runden Tischs und des Beurteilungsgremiums ein Kolloquium statt, im Rahmen dessen die teilnehmenden Büros ihre Entwurfsideen präsentierten. Im Zuge des Kolloquiums erfolgte eine Kommentierung der Arbeiten durch den Runden Tisch und die Fachpreisrichter und es wurden Empfehlungen zur weiteren Bearbeitung gegeben. Nach Abgabe der Arbeiten fand eine Vorprüfung statt. Am 13.09.2017 wurden die abgegebenen Arbeiten dem Runden Tisch sowie den Fachpreisrichtern durch die teilnehmenden Büros präsentiert und es bestand für die Anwesenden Gelegenheit, bei den Büros Rückfragen zu den Inhalten und den Entwurfsintentionen zu stellen. Ebenso fand durch den Runden Tisch eine erste Bewertung hinsichtlich der Inhalte statt. Am 21.09.2017 schließlich tagte das Beurteilungsgremium aus Sach- und Fachpreisrichtern sowie den Sachverständigen. Das Gremium bewertete und jurierte die drei eingegangenen Arbeiten. Infolgedessen wurde folgende Rangfolge einstimmig festgelegt: - Rang 1: Baldauf Architekten und Stadplaner, Stuttgart (Übersichtsplan) (6,174 MiB)- Rang 2: Hähnig + Gemmeke Freie Architekten, Tübingen (Übersichtsplan) (6,002 MiB)- Rang 3: FP Zeese Stadtplanung + Architekten, Stuttgart (Übersichtsplan) (5,344 MiB) In seiner Sitzung am 09.10.2017 hat der Gemeinderat  nun die Mehrfachbeauftragung Heidenheimer Straße als Teil des Ortsentwicklungskonzepts abgeschlossen. Die Stadt Süßen hat einen Antrag auf Aufnahme in ein Programm der städtebaulichen Erneuerung (Sanierung) beim Land Baden-Württemberg gestellt.

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