Stadt Süßen

Heidenheimer Straße 30
73079 Süßen

E-Mail info@suessen.de
Telefon 07162/96 16-111
Telefax 07162/96 16-114
Kontakt
Sie sind hier:: Home / Stadt & Politik / Presse / Erinnerung an jüdisches Leben in Süßen

Erinnerung an jüdisches Leben in Süßen

Familie Lang auf den Spuren ihrer Eltern

2 Menschen stehen vor einem Straßenschild und einem Denkmal
Foto: Martin Bauch

Das Ehepaar Kenneth und Tunie Lang aus Nashville Tennessee besuchten das Ehepaar Bauch in Süßen, um die Orte ihrer Familie in Süßen in Erinnerung an die verstorbenen Eltern zu besuchen.

Kenneth Lang ist Sohn von Hugo Lang, dem in Süßen aufgewachsenen Sohn von Leopold Lang. Hugo Lang wollte in den letzten Lebensjahren unbedingt nochmals nach Süßen, was gesundheitlich nicht mehr möglich war. Auf Initiative von Bürgermeister Martin Bauch waren die überlebenden Juden aus Süßen 1989 nach Süßen eingeladen worden, seit dieser Zeit pflegten die Ehepaare  gegenseitig die Beziehungen.

Kenneth Lang erinnerte bei einem Besuch des Stadtarchivs an die falsche Einschätzung seines Großvaters und seines Onkels, dass diesen als deutsche Soldaten im 1. Weltkrieg mit Auszeichnung nichts geschehen würde. Beide und weitere Familienmitglieder und Mitarbeiter wurden im Konzentrationslager in Riga ermordet. Kenneth Lang berichtete, dass seine Mutter Inge über ihre Zeit in KZ und Verlust derer Familie noch lange in New Jersey in Schulen berichtet hatte, diese schreckliche Zeit hat die ganze Familie immer begleitet. Stadtarchivarin Carola Eberhard zeigte dem Ehepaar den Archivbestand über die Familien Lang in Süßen, Bürgermeister Marc Kersting hatte telefonisch herzliche Grüße übermittelt.

Es kamen für das Ehepaar Lang neue Erkenntnisse hinzu, so die Zeugnisse von Kurt Lang und die Unterlage, dass  Kurt Lang die Hohenstaufenoberschule in Göppingen verlassen musste und eine Aufnahme in die Deutsche Schule Süßen trotz Schulpflicht des jungen Schülers nicht in Frage kam, er wurde vorzeitig aus der Schule wie auch Ingeborg Lang entlassen. Von Manfred Lang sind noch zahlreiche Sporturkunden von Reichsjugendwettkämpfen vorhanden. Das jüngste Archivgut bezieht sich auf eine frühere Haushälterin der Familie von Louis Lang, Johanna Weidenbach. Diese war 1939 nach Köln verzogen. „Es wird weiter geforscht und gesammelt“, so Stadtarchivarin Carola Eberhard, die auch von Führungen für Schüler zu den Orten der Familie Lang berichtete. Es folgte ein ausführlicher Spaziergang der Ehepaare Lang und Bauch mit Besichtigung der Orte in Süßen mit Bezug auf die Familien Lang.

(Erstellt am 05. Dezember 2022)

Stellenausschreibung

Was erledige ich wo?

Kalender