Freie Fahrt auf Heidenheimer Straße
Sanierung der Bauabschnitte I und II abgeschlossen
Süßen. Was im Jahr 2024 begonnen und zu erheblichen Einschränkungen der Gewerbetreibenden in Süßen, der Bürgerinnen und Bürger sowie vieler Gäste geführt hat, ist ab 13. März Vergangenheit: die Sperrung der Heidenheimer Straße.
In den vergangenen fast 2 Jahren wurde die Durchgangsstraße zurückgebaut; der Rückbau ist Teil der umfassenderen Ortsentwicklung,
Nachdem Anfang März der Asphalt-Feinbelag aufgetragen wurde, konnten die Markierungsarbeiten erfolgen. Dazu zählen unter anderem die Markierungsstreifen für Fußgängerüberwege im Bereich der Alten Marienkirche und der Sparkasse. „Dort befanden sich vorher Ampeln, die aber nicht mehr nötig sind“, erklärt Michael Nickl vom Geschäftsbereich 2 der Stadtverwaltung Süßen (Langen und Bauen) Sachbereich Tiefbau. „Auf die Fußgängerampeln kann aber nur verzichtet werden, weil in der Heidenheimer Straße ab Moment der Freigabe Tempo 30 herrschen wird“, betont Michael Nickl.
Während auf der Heidenheimer Straße die Arbeiten weitestgehend abgeschlossen sind, folgen im Herbst noch die abschließenden Maßnahmen im Bereich der Stellplätze sowie Gehwege: Sitzmöbel wie Bänke und Hocker sowie Tische und Müllbehälter werden von den Bauarbeitern der Firma Rossaro montiert, hinzu kommen noch Lichtstelen und Spielgeräte für Kinder - sowie bei der Alten Marienkirche ein Wasserspender. Außerdem werden noch Pflanzkübel und Hochbeete aufgestellt. „Eigentlich waren auch viel mehr Bäume geplant“, sagt Michael Nickl. Das sei aber aufgrund zahlreicher Kabel im Boden links und rechts der Heidenheimer Straße mit erheblichen Kosten verbunden. „Die Leitungen hätten um die Bäume herumführen müssen, was einen fünfstelligen Betrag gekostet hätte - pro Baum.“
Die vielen Kabel im Erdreich waren auch letztlich der Grund für die Verzögerung. Es seien so viele alte Leitungen aufgetaucht, von denen niemand etwas gewusst hatte. „Sie stammten aus den 70er Jahren und mussten ausgetauscht werden, was aufwändig war“, erklärt Michael Nickl weiter. Das bedeutet: Prüfen, zu welchen Gebäuden die Kabel führen, neue Stromkabel zu den Häusern und zu den Verteilerschränken ziehen. Außerdem wurden Internet- und neue Glasfaserkabel verlegt. „Im Bereich der Heidenheimer Straßen ist hinsichtlich der Internetversorgung so etwas wie ein Knotenpunkt - auch für Donzdorf und Gingen“, erklärt Michael Nickl weiter.
Während die Heidenheimer Straße für den Verkehr freigegeben wird, ist die Küblerstraße noch für eine Weile eine Baustelle. Dort müssen defekte Kanäle repariert, neue Wasser- und Versorgungsleitungen gezogen werden. Ist das abgeschlossen, erfolgen Pflasterarbeiten, sodass die Küblerstraße aussehend wird wie die Lange Straße.
„Ich bin unendlich für die Geduld der Menschen dankbar“, sagt Süßens Bürgermeister Marc Kersting angesichts der Verkehrsfreigabe. „Die Menschen - sein es die Verkehrsteilnehmer oder Anwohner der Umleitung sowie Händler und Gewerbetreibenden - waren zurecht frustriert und sehr sehr geduldig“, fügt der Bürgermeister hinzu. Besonders für den Einzelhandel in Süßen freue es ihn, dass aus der Langzeit-Baustelle nun Süßens neue „Flaniermeile“ werde. „Süßen war und ist von einem starken und einzigartigen Einzelhandel geprägt, was durch die Aufwertung der Heidenheimer Straße nun viel besser zur Geltung kommen wird.“
- Die langjährige Umleitungsstrecke, die Rechberg Straße, ist während der Sperrung der Heidenheimer Straße besonders durch den Schwerlastverkehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Sie soll in absehbarer Zeit repariert werden.
- Der dritte Abschnitt des Rückbaus umfasst das Umfeld der Filsbrücke und den Filssteg. Er soll zunächst aber pausieren, bis einerseits Förderanträge gestellt werden und die Zusagen erteilt werden. Außerdem will die Stadt die für d2029 oder 2030 geplante Sanierung der Filstalbahn durch die Bahn nutzen, da es dann Arbeiten im Bereich der Bahnbrücke geben soll und eine gleichzeitige Baustelle an beiden Seiten der Heidenheimer Straße vermieden werden kann.


